Respekt den anderen Gegenüber

Posted: May 18, 2011 in atheismus

Ich denke es wäre sehr viel friedlicher, wenn die großen Weltreligionen nicht diesen furchtbaren Missionar Gedanken hätten. Wieso könnt ihr euren Glauben nicht einfach für euch behalten??? Wieviel schlimme historische Ereignisse hätte man dadurch verhindern können. Langsam sollte man begriffen haben, das Gewalt immer nur zur Gegengewalt führt. Ein Konzept welches man schon als Kind lernt, und eigentlich jeder wissen sollte. Aber trotzdem ist in so vielen Ländern deswegen immer noch Krieg…

Das ist für mich als Atheist unbegreiflich. Wenn man sieht wieviele Religionen und Glaubensrichtungen es gibt, wie kann man da von seiner Denken es wäre die Wahrheit? Ich denke jeder religiöse Mensch sollte mal in sich gehen und sich überlegen wieviel ihm dieser überhebliche Gedanke, besser als alle anderen zu sein und die Wahrheit zu besitzen eigentlich gebracht hat. Wieviel hat es der Welt gebracht? Kritiker werden jetzt mir gerne den Spiegel vors Gesicht halten und sagen “Atheisten halten sich auch für was besseres”.

“Ich weiß, das ich nichts weiß” Es gibt noch viel herauszufinden, aber Atheisten glaube nicht sie wüßten alles, Atheisten sind neugierig. Wir nehmen das was ist und erfinden nichts dazu. Wir stellen Fragen, hinterfragen und erforschen die Welt mit Hilfe der wissenschaftlichen Methode. Das ist die Welt in der ich lebe. Eine Welt ohne Elfen und Weihnachtsmann. Für viele Menschen vielleicht zu erschreckend, für mich wundervoll. Mir ist egal woran jemand anderes glaubt. Solange er nicht meint er müsste mir erzählen, dass dies die Wahrheit ist.

Comments
  1. Muriel says:

    So sympathisch mir dein Ansatz ist, sehe ich das doch wohl ein bisschen anders.
    Man darf, was man glaubt, gerne für die Wahrheit halten, und auch andere überzeugen wollen. Einzige Voraussetzung dafür ist, dass es auch wirklich die Wahrheit ist…

  2. Aikatara says:

    Zum Thema “Langsam sollte man begriffen haben, das Gewalt immer nur zur Gegengewalt führt” fällt mir spontan das eine oder andere ein. Und obwohl ich, wie jüngst erläutert, weit davon entfernt bin, ein “Kirchenchrist” oder gar ein Christ zu sein, muss ich deinen Atheistenblog mit ein paar christlichen Äußerungen “verpesten”. Denn das Neue Testament hat eine zutieft pazifistische Botschaft, die bis heute kaum ein Mensch wirklich umsetzen konnte, am allerwenigsten die Kirche. Was dieser Verein ( bzw. alle beide) sonst so predigen, interessiert mich nicht (ich bin nur noch auf dem Papier evangelisch), aber wenn wir uns an die Kernbotschaft des Neuen Testamentes halten würden, wäre diese Welt ein besserer Ort.

    Zutiefst beeindruckt zum Thema Gewalt und Gegengewalt hat mich bereits als Kind folgendes Zitat aus Ben Hur:

    Esther: “Ich weiß, dass es im Leben ein Gesetz gibt: Wie der Hund nur den Hund zeugt, zeugt Blut immer wieder Blut. Tod zeugt nur immer Tod, und Gewalt bringt nur Gewalt hervor. ”

    Dieses Zitat, das ich als Kind gehört habe, hat sich tief in mein Gedächtnis gebrannt bis heute. Weiter geht das dann mit:

    Aber die Stimme, die ich heute auf dem Berg gehört habe, sagte: »Liebet eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen!«

    Aus meiner Warte heraus ist das Zentrum des Christentums diese Botschaft. Alle anderen Fragen, wie, an wen man glaubt oder nicht, ob man eine Seele haben will oder nicht, ob man der Meinung ist nach dem Tod Asche zu sein (Asche zu Asche) oder wiedergeboren wird, interessiert aus meiner Sicht nicht und hat den Typen aus dem Neuen Testament letztlich auch nicht interessiert. Meiner Meinung nach. Ihn hat nur Folgendes interessiert. Und ich weiß, ja, das ist eine ziemlich willkürliche Auswahl. Die Zitate, die sich auf Gott und den Glauben beziehen, habe ich weggelassen. Bewusst. Denn für mich sind sie irrelevant und bei meiner ganz persönlichen Version des Christentums auch. Ich bin mir sicher, wenn es mal jemanden gab vor 2000 Jahren, der woher auch immer kam und etwas umbedingt loswerden wollte, hat ihn die angeblich so wichtige Gottesfürchtigkeit nicht interessiert. Das hat die Kirche später hinzugedichtet. Ihn hat nur eines interessiert: Das friedliche Zusammenleben aller Menschen. Das ist das einzig Wichtige, das in der Bibel steht.

    Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. (Psalm 126.5) (Offenbarung 7.17)
    Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. (Matthäus 11.29) (Psalm 37.11)
    Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. (Lukas 18.9-14) (Johannes 6.35)
    Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. (Matthäus 25.35-46) (Jakobus 2.13)
    Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen. (Hebräer 12.14)
    Selig sind, die um Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn das Himmelreich ist ihr. (1. Petrus 3.14) (Jakobus 5.10) (Hebräer 11.33-38)

    Meine oben erläuterten Ansichten würden mit 100%iger Sicherheit zumindest von katholischer Seite als ketzerisch eingestuft🙂. Aber das ist ja auch meine Privatinterpretation. Ich nehme mir das Recht heraus, das Christentum ganz allein zu interpretieren.🙂 Ich weiß auch, das das NT ziemlich rabiat ist in der Frage, was es von einem pazifistischem Menschen verlagt, aber das ganze NT ist nicht dafür bekannt, in seinen Bildern besonders subtil zu sein. Im Grunde ist jede Aussagen eine Metapher, ein Gleichnis, nicht nur die Geschichten, die explizit als Gleichnis belabelt werden.
    Der christliche Glaube ist eine komplizierte Angelegenheit und es ist immer grundfalsch, den Glauben mit den Kirchen zu verwechseln.
    So. Das war ein laaanger Post. Aber ich hatte gerade Bock darauf *g*. Ich hoffe, du kannst mit derart “ketzerischen” Ansichten in deinem Block leben. Schließlich erhofft sich der An-was-auch-immer-Gläubige von Atheisten die gleiche Toleranz, die alle An-was-auch-immer-Glaubenden auch Ateisten entegegenbringen sollten (in der Schule und anderswo). In diesem Sinne: Auf eine fröhliche tolerante Diskussion🙂

    • Muriel says:

      Sehe ich völlig anders.
      Erstens halte ich es für gewagt, der Bibel oder auch nur dem NT eine zentrale Botschaft zuzumessen. Das ist ein meinen Augen ein großes Multiple-Choice-Buch, und während es zwar die vielen schönen Sprüche zur Barmherzigkeit enthält, hat es auch eine der meiner Meinung nach abscheulichsten Ideologien überhaupt ins Leben gerufen, nämlich die der ewigen Verdammnis für Ungläubige. Die hat Jesus erfunden, in seiner maßlosen Liebe.
      Zweitens halte ich Pazifismus genau wie jede andere nicht von Belegen gestützte Idee für fehlerhaft. Es gibt Situationen, in denen Gewalt eine angemessene Handlungsalternative ist, und wer meint, sich diese aus ideologischen Gründen ohne Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalles verschließen zu müssen, wird in bestimmten Situationen unethisch handeln. (Zum Beispiel, wenn er Gewalt anwenden müsste, um einen anderen Menschen zu retten.)

  3. Aikatara says:

    PS: Ich hätte gern eine bessere Auswahl an Zitaten gebracht, aber ich habe keine Zeit im Moment. Vielleicht kann man den Post ja noch editieren. Wie ich sagte: meine Auswahl an Bibel-Zitaten ist bewusst und völlig absichtlich total subjektiv und alle Auslassungen völlig absichtlich *g*

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